Die Liebe allein versteht das Geheimnis,

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Vesperkirche Mannheim

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    Den Himmel zur Welt gebracht

    20. Mannheimer Vesperkirche endet mit Besucherrekord

    (05.02.2017) An diesem Wochenende geht die 20. Mannheimer Vesperkirche zu Ende – mit einem neuen Rekord: Rund 16.000 Essen wurden in der Zeit vom 6. Januar bis zum 5. Februar an die Gäste ausgegeben. „An unserem besucherreichsten Tag hatten wir 632 Menschen hier; mehr als jemals zuvor. Das war schon sehr turbulent“, sagt Pfarrerin Ilka Sobottke. Die hohe Besucherzahl ist teilweise der diesmal besonders langen Dauer geschuldet – aber längst nicht nur: Im Jahr 2012 dauerte die Vesperkirche ebenfalls 31 Tage, verzeichnete aber nur 14.100 Besucher. „Das zeigt deutlich, dass die sozialen Probleme in Mannheim sich nicht verbessert haben, sondern im Gegenteil noch übler geworden sind“, sagt Sobottke.

    Ralph Hartmann, Dekan der Evangelischen Kirche in Mannheim, ist zufrieden mit dem Verlauf der Aktion: „Das diesjährige Motto war ja ‚Den Himmel zur Welt bringen‘. Das ist uns ein Stück weit gelungen – war aber nur dank der Unterstützung durch zahlreiche Helfer möglich; von den vielen Ehrenamtlichen, die das Angebot tragen, über großzügige Spender bis hin zu einem wahren Netzwerk von Hilfsangeboten, die sich rund um die Vesperkirche etabliert haben.“ Auch Matthias Weber, geschäftsführender Direktor des Diakonischen Werks, zeigt sich beeindruckt: „Das ist eine organisatorische Meisterleistung.“

    Die Gäste der Vesperkirche erhalten dort nicht nur jeden Tag ein warmes Essen und einen Vesperbeutel für den Abend, sondern auch Zuwendung und Freundlichkeit durch die ehrenamtlichen Helfer, außerdem medizinische Hilfe durch Johanniter und ehrenamtliche Ärzte sowie Beratung durch die Diakonie: In diesem Jahr waren Fachkräfte für Wohnungsnotfallberatung, Arbeitslosigkeit und für die Sozialberatung von Flüchtlingen im Einsatz. Pfarrerin Ilka Sobottke spricht von einem spürbaren Effekt: „In den Anfangsjahren dachten wir oft, wir kümmern uns hier vier Wochen lang und dann war’s das wieder. Aber inzwischen merken wir, dass wir durch die regelmäßige Begleitung über den ganzen Monat hinweg wirklich etwas bewegen können.“ Ihr schönstes Erfolgserlebnis sei es gewesen, als einer der Stammgäste dank der Wohnungsnotfallberatung nach fünf Jahren endlich wieder eine eigene Bleibe gefunden habe.

    Diakonie-Direktor Matthias Weber betont, dass mit dem Schluss der Vesperkirche das Hilfsangebot der Diakonie nicht ende: „In unserem DiakoniePunkt Konkordien in R3 wird das Angebot das ganze Jahr über fortgeführt: Hier bekommen Bedürftige Mahlzeiten, erhalten Essen und Kleidung und können mit der Sozialberatung sprechen; einmal in der Woche gibt es auch weiterhin die Wohnungsnotfallberatung des Hauses Bethanien.“

    Noch sind nicht alle Zahlen ausgewertet, doch nach vorläufiger Schätzung belaufen sich die Kosten der diesjährigen Vesperkirche auf rund 150.000 Euro; der hohe Betrag kann aber voraussichtlich durch Spenden vollständig gedeckt werden.

    Im nächsten Jahr startet die Vesperkirche wieder am 6. Januar – dann schon zum 21. Mal.

    (Foto: Pfarrerin Ilka Sobottke während des Eröffnungs-Gottesdienstes.  Fotocredit: Alexander Kästel)

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