Mannheimer Vesperkirche 2021 unter Corona-Bedingungen

(Mannheim, 27.10.2020) Die gute Nachricht: Die Mannheimer Vesperkirche wird es auch
2021 geben – wenn auch unter anderen Bedingungen. Die Corona-Pandemie verändert
unser Leben. Die Not ist größer geworden in den vergangenen Monaten, immer mehr
Menschen sind arm und dringend auf Hilfe angewiesen. „Die, die schon arm waren, haben
keinen Ort mehr, an dem sie sein dürfen“, sagt Pfarrerin Anne Ressel, „es fehlen Räume
der Begegnung und Versorgung“, ergänzt sie. Deswegen darf und soll die Vesperkirche
2021 nicht ausfallen.

Hygiene-Konzept in Absprache mit dem Mannheimer Gesundheitsamt

Lange haben die Verantwortlichen darüber nachgedacht, wie eine Vesperkirche mit einem
entsprechenden Hygiene-Konzept aussehen kann. Viele Details müssen noch geklärt
werden, doch die grundsätzliche Entscheidung ist getroffen, es wird eine Vesperkirche
geben. „Darüber sind wir sehr glücklich“, sagen die Pfarrerinnen Anne Ressel und Ilka
Sobottke. Glücklich vor allem auch über die große Unterstützung durch das Mannheimer
Gesundheitsamt. „Wir sind nicht dazu da, Dinge zu verhindern, sondern sie im Rahmen
des Machbaren auch unter Corona-Bedingungen zu ermöglichen“, erläutert Dr. Peter
Schäfer, Leiter des Gesundheitsamtes. Gerade die Mannheimer Vesperkirche liege ihm
persönlich am Herzen, so Schäfer.


Alles wird anders sein – weniger Gäste mit größeren Abständen


Vom 6. bis zum 31. Januar werden die Gäste nun in drei Schichten zum Essen gebeten. In
der Kirche werden zuvor alle Bänke ausgebaut, so dass Platz ist für 80 Menschen pro
Schicht. Das Angebot erstreckt sich dann von 10.30 Uhr bis 15:20 Uhr, inklusive der
Pausen um zu Lüften und zu Desinfizieren. „Das ist ein hoher Aufwand“, sagt Ilka
Sobottke, „aber den nehmen wir gerne in Kauf, wenn wir damit die Vesperkirche möglich
machen können“. Zudem wird ein großes Zelt vor der CityKirche Konkordien aufgebaut, in
dem sich Menschen, die auf das Essen in der Kirche warten, aufhalten können. „Es ist so
wichtig, dass wir gerade den Menschen, die dringend Hilfe brauchen, jetzt einen Platz
geben können, wo sie willkommen sind“, ergänzt Pfarrerin Anne Ressel. Die Situation der
Wohnungslosen habe sich durch Corona immer weiter verschärft, vor allem mit Beginn der
kälteren Jahreszeit. Wie in den Jahren zuvor wird es während der Vesperkirche auch eine
soziale Beratung sowie eine medizinische Versorgung geben. Aus Corona-Gründen wird
es allerdings keine Kleiderausgabe geben. Kleiderspenden für die Vesperkirche können
entsprechend leider nicht angenommen werden.

Ehrenamtliche Hilfe und Spenden willkommen

Um die Vesperkirche auch unter Corona-Bedingungen zu ermöglichen, ist das Team mehr
denn je auf ehrenamtliche Unterstützung und auf Spenden angewiesen. Denn der hohe
organisatorische Aufwand und zusätzlich benötigte Anschaffungen kosten auch deutlich
mehr Geld.
Menschen, die ehrenamtlich unterstützen wollen, können sich telefonisch anmelden
unter Tel. 0621/ 328 595 68
Das Telefon ist jeweils Montag, Mittwoch und Donnerstag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
besetzt sowie Dienstag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr.
Am Anmeldetelefon werden mögliche Helfertermine und Einsatzmöglichkeiten erfasst und
besprochen. Anschließend werden kleine Teams gebildet, die, wenn möglich, immer
zusammenarbeiten sollen. Selbstverständlich gilt bei allen Mitarbeitenden der
Vesperkirche während der gesamten Zeit eine Maskenpflicht.

Spenden für die Mannheimer Vesperkirche sind willkommen und können auf das
Spendenkonto überwiesen werden.

Evangelische Kirche Mannheim
Sparkasse Rhein Neckar Nord
IBAN: DE44670505050039003007
BIC: MANSDE66XXX
Stichwort: Vesperkirche

Spenden sind auch online möglich unter www.vesperkirche-mannheim.de

„Es wird eine große Herausforderung“, resümiert Anne Ressel, „dennoch ist es für uns
Freude und Verpflichtung zugleich, gerade jetzt für benachteiligte Menschen in Mannheim
da zu sein“. fek

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